TAGUNGEN

Die alljährlich im Februar stattfindenden Tagungen des Netzwerkes sind für uns der zentrale Moment, aktuelle Konzepte, Herausforderungen von Friedenspolitik und -pädagogik sowie Praxisvorschläge zu diskutieren. Sie sind Strategietreffen, die darauf zielen friedenspädagogische Vorstellungen gesellschafts- und bildungspolitisch zu verankern.

 

  • 9. Tagung: Streitkultur in Zeiten der Radikalisierung

    23. - 25. Februar 2017

    Salem, Mecklenburg-Vorpommern

     

    Streitkultur in Zeiten von Pegida, Flüchtlingsdebatten und Terrorangst

     

    Mit Prof. Dr. Wolfgang Benz (Historiker & Vorurteilsforscher), Pastor James Wuye und Imam Mohammed Ashafe (Interreligiöse Mediation und Friedensarbeit aus Nigeria)

     

    Streitkultur ist eine Grundlage der Friedenspädagogik. Sie sucht nach konstruktiven und gewaltfreien Methoden, Konflikte auszutragen anstatt sie zu vermeiden. Sie qualifiziert Menschen dazu, Ärger, Ängste und Standpunkte so zu (er-)klären, dass die Meinungen dem Anderen gegenüber nicht abwertend geäußert werden. Mit dem Tagungsschwerpunkt „Streitkultur“ wollen wir als Norddeutsches Netzwerk Friedenspädagogik einen Beitrag leisten gegen die weitere Radikalisierung gesellschaftlicher Konflikte.

     

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    Workshops, Praxisübungen und aktuelle Informationen ab Dezember 2016 hier

  • 8. Tagung: Friedenslogisch denken und handeln

    18. - 20. Februar 2016

    Ratzeburg / Bäk, Schleswig-Holstein

     

    Zivile Konfliktbearbeitung als Leitbild

     

    Angesichts der weltweiten Elends, das aus Gewaltstrategien hervorgeht, die im sicherheitslogischen Denken unausweichlich werden (z.B. Ukrainekonflikt, Abschottung der EU gegenüber Flüchtlingen, Einsatz von Drohnen...) brauchen wir einen neuen Ansatz: „Die Friedenslogik“. Hier wird Menschen zugetraut, dass sie ‚Frieden können’, d.h. Gewalt wahrnehmen, ihre Ursachen erkennen und konstruktive Problemlösungen zum Vorteil aller Beteiligten erarbeiten können.

    Zu welchen Erkenntnissen und Methoden führt das Konzept friedenslogischen Denkens? Wer sind die Akteure? Wie wirkt sich dieses Konzept auf friedenspädagogische Arbeit aus? Was sind Konsequenzen für alltägliches Handeln?

    Hanne-Margret Birckenbach, Professorin für Politikwissenschaft und Friedensforscherin, wird diesen Ansatz am Beispiel der Flüchtlingspolitik im Eröffnungsvortrag vorstellen. In verschiedenen Formaten (z.B. Workshops, Werkstätten zur Arbeit des Netzwerks, „Town Hall Debate“...) und zu verschiedenen Themen werden die Grundannahmen der Friedenslogik auf die Probe gestellt und Methoden und Beispiele für die Bildungspraxis in Schule und darüber hinaus diskutiert.

     

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    WEITERES INFORMATIONSMATERIAL:

     

    Kunstpädagogischer Ansatz aus Indien

     

    Gewalt der Sprache

     

    Spirals of Storytelling in Jordan

     

    Menschenrecht auf Asyl

     

    Werte zur Sprache bringen, kommunizieren und einfordern!

     

    Vom notwendigen Perspektivwechsel gegenüber Geflüchteten

     

    Video von Hane-Margret Birkenbach. Sie erläutert anhand des Themas "Flucht und Flüchtlingspolitik"

    die  Kernelemente der Friedenslogik.

  • 7. Tagung: Global Citizens & Local Heroes

    19. - 21. Februar 2015

    Bad Bevensen / Niedersachsen

     

    Zusammenhänge . Konflikte . Engagement

     

    „Das ist eben alles hochkomplex!“ Kennen Sie den Satz? Heißt: „Verstehst du eh nicht!“, bzw. „Versteh ich auch nicht, weiß aber mehr als du!“ Dass unser Alltag mit Konsum, Handel, Mobilität, Freizeit und Wohnen Folgen nach sich zieht, die an anderen Orten Konflikte schüren, ist jedoch bekannt. Dass wir mit alternativen politischen und individuellen Ansätzen konfliktmindernd wirken können, ebenfalls. Appelle dazu sind nur begrenzt wirksam, was  nicht überrascht. Es mehren sich die Warnungen aus der Wissenschaft, von indigenen Bevölkerungen und von unzähligen Initiativen weltweit, dass unsere Zivilisation am Beginn einer „großen Transformation“ steht. Ohne eine demokratisch organisierte Richtungsänderung wird dieser Wandel nicht friedlich zu bewältigen sein.

    Die 7. Fachtagung des Norddeutschen Netzwerks Friedenspädagogik 2015 in  Bad Bevensen will Wegweiserin sein im Dschungel von globalen Interessenlagen, Alltagshandeln und Konfliktregulierung. Sie vermittelt Inhalte, regt Diskussionen an und bietet umsetzbare Methoden für die Bildungsarbeit in Schule und darüber hinaus.

     

     

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  • 6. Tagung: Friedenspädagogik JETZT!

    20. - 22. Februar 2014

    Salem / Mecklenburg-Vorpommern

     

    Praktische Herausforderungen, Initiativen und Projekte

    Die Welt ist offener und vielfältiger geworden. Mit der Entwicklung nehmen Konflikte und

    Gewalt einen neuen Verlauf. Sie sind weniger durchsichtig. Friedenspädagogik ist wichtig, denn sie baut ein Verständnis für den eigenen Einfluss auf. Sie macht Mut, eigene Strategien zu entwickeln und sich einzusetzen. Sie ist jetzt besonders notwendig.

     

    Der Umgang mit rechtsextremer Gewalt, Rassismus aus der Mitte unserer Gesellschaft und globalen Fluchtbewegungen beschäftigen viele Menschen, auch Kinder und Jugendliche. Sie wachsen in diese Probleme hinein. Friedenspädagogik zeigt ihnen Wege zum demokratischen Handeln und zu einer effektiven und gewaltfreien Konfliktaustragung.

     

    Friedenspädagogik JETZT gibt neue Impulse, überprüft bisherige Praxis und setzt Maßstäbe. Aus dem Verbund von Schulen, freien Trägern und engagierten Referentinnen und Referenten im norddeutschen Raum ist in den letzten fünf Jahren ein wichtiges Praxisforum entstanden. Dort erhalten sie spannende Einblicke in die friedenspädagogische Praxis und viele Ideen und Unterrichtsmodelle um die Entwicklung von Frieden pädagogisch zu unterstützen.

     

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  • 5. Tagung: Macht, Beteiligung, gutes Leben

    20. - 22. Februar 2013

    Christophorus-Haus / Ratzeburg-Bäkt

     

    Wie können Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ermächtigt werden, ihre sozialen,

    ethischen und politischen Interessen gewaltfrei durchzusetzen?

     

    Friedenspädagogik möchte Menschen befähigen, ihr persönliches Umfeld, Gesellschaften und eine Welt zu

    verändern, in der Ungerechtigkeit, Diskriminierung, Gewalt und Zerstörung selbstverständlich geworden sind.

    Pädagogisch und politisch zu handeln, bedeutet die Friedensfähigkeit des Menschen anzuerkennen und zu fördern sowie Formen ihrer kreativen Verwirklichung aufzuzeigen. Im Zentrum der Tagung steht die Frage, wie wir als Pädagog_innen Empowerment und gesellschaftskritischen Mut - trotz widriger Umstände - fördern können.

     

    Wo und wann wird gewaltfreies Handeln, ziviler Ungehorsam und direkte Aktion notwendig? Und wie geht das?

    Was können wir von weit entfernten Initiativen lernen? Zu Beginn der Tagung diskutieren wir Haim Omers „Neue Autorität“ - eine Praxis des gewaltlosen Widerstands in der Erziehung.

     

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  • 4. Tagung: Friedenspädagogik und Menschenrechte

    26. - 28. Januar 2012.

    im Gustav Stresemann Institut / Bad Bevensen

     

    Neue Formen internationaler Konflikte und andauernde gesellschaftliche Gewalt beunruhigen Kinder

    und Jugendliche ebenso wie Pädagoginnen und Pädagogen. Das öffentliche Interesse an friedenspädagogischem Denken und Handeln wächst. In einer Welt, in der auf globaler und lokaler Ebene ein friedliches und gewaltloses Zusammenleben alles andere als selbstverständlich ist, droht die Gefahr, dass brachiale und militärische Maßnahmen zunehmend als unabänderlich und alternativlos hingenommen werden. Die Aufgabe der Friedenspädagogik in dieser Situation ist es, als Frühwarnsystem zu wirken und gerade auch in der Schule Friedenskompetenz als grundlegende demokratische Fähigkeit zum Durchschauen und zur dialogischen, gewaltfreien Lösung von Konflikten mit einem menschenrechtsorientierten Blick zu entwickeln und zu stärken.

     

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  • 3. Tagung: Feindbilder und Friedenspädagogik

    24. - 25. Februar 2011

    Jugendbegegnungs– und Bildungsstätte Golm / Insel Usedom

     

    Das Eigene kann zu einer negativen Wahrnehmung des Fremden beitragen. Dies kann, wenn nicht hinterfragt, zu einer feindseligen Abwertung von Menschengruppen, Kulturen und Minderheiten führen. Aufgabe von uns als FriedenspädagogInnen ist es, das Bewusstsein für diese Prozesse und Muster zu schärfen. Wir müssen Handlungsoptionen aufzeigen können, die Feindbildern entgegenwirken bzw. sie abbauen.

     

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  • 2. Tagung: Der friedenspädagogische Blick

    18. - 19. Februar 2010

    Haus am Schüberg / Ammersbek

     

    Frieden ist die existentielle Grundlage menschlichen Daseins und Zusammenlebens. Friedenspädagogik geht von der grundsätzlichen Friedensfähigkeit jedes Menschen und davon aus, dass sich - noch - strukturell gewalttätige Gesellschaften verändern können. Die Entwicklung von Frieden benötigt ein ganzheitliches Konzept. Globales, interkulturelles Lernen und Gewaltprävention haben aus je eigenen Perspektiven und mit je spezifischen Schwerpunkten eine reichhaltige Praxis entwickelt, die zur Gestaltung des Miteinanders beiträgt.

    Auf der Tagung werden für die Friedenspädagogik Bedingungen, Ziele, Methoden und Strategien ihrer bildungspolitischen Verankerung aufgezeigt. Damit sollen Verbindungen zwischen den bereits existierenden Ansätzen, Gewalt zu bearbeiten und Frieden pädagogisch zu unterstützen, entstehen und neue Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

     

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  • 1. Tagung: „Was hat Afghanistan mit mir zu tun?“

    4. - 5. Dezember 2008

    Im Landesinstitut / Felix-Dahn-Straße 3, 20357 Hamburg

     

    Neue Herausforderungen der Friedenspädagogik

    Neue Formen internationaler Konflikte und andauernde gesellschaftliche Gewalt beunruhigen Kinder und Jugendliche ebenso wie Pädagoginnen und Pädagogen. Das öffentliche Interesse an friedenspädagogischem Denken und Handeln wächst.

     

    In einer Welt, in der auf globaler und lokaler Ebene ein friedliches und gewaltloses Zusammenleben alles andere als selbstverständlich ist, droht die Gefahr, dass brachiale und militärische Maßnahmen zunehmend als unabänderlich und „normal“ hingenommen werden. Allein die noch vor wenigen Jahren undenkbare Zahl der Selbstmordattentate islamistischer Gewalttäter schafft schon durch ihre Medienpräsenz ein Klima, in dem Misstrauen gegen Fremdes und Ausländerfeindlichkeit geschürt wird, alte Feindbilder belebt und neue geschaffen werden. Die Aufgabe der Friedenspädagogik in dieser Situation ist es, als Frühwarnsystem zu wirken und gerade auch in der Schule Friedenskompetenz als grundlegende demokratische Fähigkeit zum Durchschauen und zur dialogischen, gewaltfreien Lösung von Konflikten zu entwickeln und zu stärken.

     

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